Balu im Sihlwald — ein Morgen in Bewegung
Ein australischer Schäferhund, nasser Waldboden und das erste Licht. Wie aus zwei Stunden Warten ein einziges Bild wird.
Es ist kurz vor sechs, als wir den Waldrand erreichen. Der Boden dampft noch, und Balu — ein dreijähriger Australian Shepherd — kann es kaum erwarten. Genau dieser Moment ist es, auf den ich warte: nicht das Sitzen, nicht das Posieren.
Ich stelle den Hund nicht in Pose. Ich warte, bis er vergisst, dass ich da bin.
Warum Bewegung
Ein Hund im Stand zeigt, wie er aussieht. Ein Hund in Bewegung zeigt, wer er ist — das Gewicht auf den Vorderläufen, die Ohren im Wind, der Blick, der schon drei Schritte weiter ist. Für solche Bilder brauche ich drei Dinge: Licht von der Seite, einen Hund, der rennen darf, und Geduld.
Der Ablauf an diesem Morgen
- Zwanzig Minuten nur gehen — kein Auslöser, kein Druck.
- Das Lieblingsspiel: ein Stock, immer dieselbe Richtung.
- Warten auf den einen Sprung über die Wurzel, im Gegenlicht.
Nach knapp zwei Stunden steht es: ein einziger Frame, 1/2000 Sekunde, in dem alles zusammenkommt. Der Rest ist Auswahl — und die Entscheidung, was man weglässt.
Möchten Sie eine ähnliche Geschichte für Ihren Hund? Schreiben Sie mir.